
Wie man verhindert, dass die Infrarotheizer im Badezimmer zu einer Gefahr werden
Seien wir ehrlich: Die Installation von Infrarotlampen in Bädern mit hohen Decken ist eine Art Wagnis. In solchen Räumen herrschen ständig Dampf und Feuchtigkeit – außerdem ist dort auch Strom vorhanden.
Da Wasser und Strom eine gefährliche Kombination sind, kann ein einfaches Heizelement leicht Strom in den Metallrahmen leiten. Dadurch entsteht eine tödliche Elektroschockgefahr. Um das zu verhindern, konzentrieren wir uns auf zwei Dinge: eine zuverlässige Isolierung sowie dichte Abdichtungen.
Der Kampf gegen die Feuchtigkeit
Feuchte Luft ist nämlich nicht so gut isolierend wie trockene Luft. Wenn man diese Lampen in Räumen mit hohen Decken installiert, verwenden wir Quarzkörper von hoher Reinheit. Warum? Weil Schmutzpartikel im Glas dazu führen, dass Feuchtigkeit an diesen Stellen haften bleibt – dadurch entstehen Pfade für den Stromfluss, wo er eigentlich nicht hin soll.
Wir sorgen dafür, dass die Lampen auch dann noch eine hohe Isolationswiderstandskraft haben, wenn der Raum voller Dampf ist. Doch man kann sich nicht nur auf das Glas verlassen. Der Gehäuse der Lampe muss ebenfalls geerdet werden. So wird verhindert, dass der ganze Apparat zum Leitungsstromquellen wird, falls die Isolierung versagt.
Wo es usually zu Problemen kommt
Der eigentliche Schwachpunkt ist immer dort, wo das Kabel mit der Lampe verbunden wird. Wenn man Standardverbindungen verwendet, wird der Metalldraht nach einigen Monaten durch den Dampf zerstört. Dann entstehen Funken und letztendlich funktioniert die Lampe nicht mehr.
Um das zu vermeiden, verwenden wir hermetisch abgeschlossene Verbindungen oder umhüllen die Kontakte mit Hochtemperatursilikon. Dadurch bleibt die Feuchtigkeit draußen. Wenn man die Verbindungen herstellt, sollte man unbedingt IP65-zertifizierte Gehäuse verwenden – diese sind dazu geeignet.
Das schwierige Problem: Hitze versus Dampf
Es gibt jedoch ein Problem: Wenn man das Gehäuse zu fest abdichtet, um den Dampf drauße zu halten, bleibt die Hitze im Inneren zurück. Wenn die Temperatur zu hoch wird, beginnt die Isolierung des Kabels zu schmelzen – das macht das Kabel mit der Zeit brüchig und gefährlich.
Es handelt sich dabei um ein Gleichgewichtsproblem: Man braucht eine Abdichtung, die den Dampf draußen hält – aber auch eine Ventilationssystem, das die Hitze entweichen lässt.
Ein weiterer Tipp: Verwenden Sie immer einen Tropfschutz bei den Verbindungen. Das ist zwar einfach, aber es verhindert, dass Wasser direkt in die Buchse fließt.